Liebste Zuckermäuse,
schon wieder 3 Wochen weg wie nüscht!
Ist doch der Hammer; gerade ist Montag früh, einmal gestreckt und nen Kaffee getrunken und zack direkt ist wieder Sonntagabend und du sitzt beim Abendbrot.
Bei mir gab´s große Trauer gestern. Frau Gurke hat Läuse. Viele. Nach meiner Internetrecherche entschied ich mich dafür, sie mit Essigwasser einzusprühen.
Irgendwas war nicht gut daran. Ich konnte zugucken, wie alles Leben, nicht nur aus den Läusen, sondern auch aus ihr wich. Kacke.
Habe Frau Gurke gekürzt und hoffe, dass sie sich vielleicht wieder „erneuert“.
Ich frage mich ehrlich, wo diese Viecher herkommen. So direkt von draußen geht ja nicht. In meinen Lichthof kommt kein Getier. Hm.
Meine gärtnerische Hoffnung ruht nun auf den Paprika-Zwillingen, Herrn Tomate 1 und 2 und der Eisbersalatkindergartengruppe.
Ihr kennt doch bestimmt den Spruch: „ Wenn eine Türe zugeht, geht eine andere dafür auf.“?! Meist wird der im Zusammenhang mit Abschied von Menschen gebracht. Ich möchte den Blick darauf mal ein bisschen schärfen.
Immer wieder habe ich in meiner Arbeit mit Menschen zu tun, die unzufrieden mit ihrem Job sind oder der Partnerschaft. Das Feld kann man unendlich groß aufzeigen, ich bleib aber mal bei den beiden Punkten.
Wenn ich also eine Veränderung möchte, muss die bisherige Tür zugemacht werden, damit eine neue aufgehen kann. Richtig?! Ich muss also eine Art Vakuum erschaffen, in dem noch nichts ist. Keine Sicherheit. Keine Idee.
Muss ich deswegen sofort meinen Job kündigen? Nein. Das Vakuum entsteht dadurch, dass du dir bewusst machst, das du es für die neue Tür brauchst.
Wenn du 40 Stunden arbeitest, dann deine Familie versorgst, dich um alles drum herum kümmerst und dann fertig ins Bett fällst, kann nichts Neues für dich entstehen. Keine tiefe Veränderung. Das ist auch okay. Es gibt in jedem Leben Zeiten, in den man einfach nur seine Rollen bedienen muss. Als Mutter, Vater, Versorger etc.
Sobald aber zum Beispiel eine Rolle wegfällt und die nicht sofort von dir aus Angst durch eine neue ersetzt wird, entsteht Vakuum. Das ist am Anfang nicht leicht auszuhalten.
Es ist schwer für die meisten von uns, ohne unsere eingebildete Sicherheit, klarzukommen.
Ein Beispiel aus meiner Arbeit dazu.
Die Frau war todunglücklich mit ihrem Job. Es gab da viele unschöne Momente von denen sie berichtete und die anfingen, richtig weh zu tun.
Sie wusste, dass der Job und das Umfeld nicht mehr zu ihr passten. Trotzdem versuchte sie es „auszuhalten.“ Dann wurde sie krank. Richtig krank. Ihr Körper zeigte ihr auf, dass dieses Aushalten für sie der falsche Weg war. Und trotzdem, sie blieb dabei, weil sie ja nicht wusste, was sie danach machen sollte. Die alte Türe wurde nicht geschlossen, es gab keinen Raum, damit eine neue Türe aufgehen konnte.
Letztendlich wurde ihr das Vakuum durch Ihre Krankheit aufgezwungen. Sie sah die Notwendigkeit der Veränderung und kündigte. Später fand sie eine Aufgabe, die sie wieder erfüllte.
Wenn also wirkliche Veränderung stattfinden soll, dann schaffe den Raum dafür. Nimm dir Zeit, Nichts zu tun. Sei still und schau was da kommt.
Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende beim Tun oder Nichttun.
Fühlt Euch gedrückt und bis bald.
Eure Grit
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