Liebste Zuckermäuse,

der Frühling hat mal kurz hinter dem Wintervorhang hervorgelugt und „Huhu“ gerufen! Zack-direkt Unterhemd weggelassen und die dünne Winterjacke angezogen. Da kenn ich nichts, Draufgänger der ich bin!

Die Jungs, meine Hunde sind jetzt die Jungs, oder auch Giraffe und Wurst, waren direkt am Durchdrehen und rannten noch ein bisschen mehr als sonst, wie bekloppt über die Wiese. Ich liebe das so sehr. Elton alias Giraffe lebt sich richtig gut ein. Er darf jetzt ein Welpe sein und Blödsinn machen. Theo hat seine Rolle als „großer Bruder“ auch richtig gut angenommen und lässt den Oberlehrer heraushängen oder macht beim Blödsinn mit, je nach Laune. Ich bin immer irgendwie dreckig, mit Hundehaaren oder mach einen auf Küchenfrau in der Essensausgabe. Echt jetzt, die beiden müssen bei mir anstehen und bekommen dann erst ihren Napf😁

In meiner Vorstellung sollte Giraffe ja eigentlich auch eher ne Wurst auf zwei Beinen sein. Er ist jetzt 5 Monate und Theo kann locker unter ihm durchlaufen! Ich bin so gespannt, wie groß er noch wird. Aber letztlich ist es auch egal. Er ist ein entspannter und friedlicher Kerl, das ist wichtig. Da kann so ne Mini-Ausgabe sogar manchmal anstrengender sein.

So, jetzt zum eigentlichen Thema. Mir laufen immer mal wieder so Aussagen über den Weg: „Lass einfach los“ – „ich habe meinen Glaubenssatz aufgelöst, ging ganz einfach“ – „Ich war in einem Workshop und dort haben die mir meinen Schmerz genommen“ usw.

Das klingt alles so toll und einfach und unser Ego freut sich, dass wir auf so ne Scheiße hereinfallen.

Auch in meiner Arbeit nähere ich mich mit dem Klienten einem Trauma, Muster auf dem intellektuellen Weg. Wir suchen nach dem Glaubenssatz und dem daraus resultierenden Muster. Wir erklären Verhaltensweisen und versuchen zu verstehen. Das ist der Weg der für den Moment von den meisten Menschen am Besten angenommen wird. ABER, wenn es dann kein Weitergehen in die Emotionen, also in den Körper gibt, dann ist das Erklären und Verstehen nicht viel wert. Der Körper, jede Zelle hat die gemachten Erfahrungen abgespeichert. Gibt es also eine Situation im Außen im Hier und Jetzt, die dein System als „schlimm“, „traumatisierend“ oder „Gefahr“ abgespeichert hat, dann wird er direkt mit der gleichen und oft der eigentlichen Situation unangemessen reagieren. Das heißt, wenn die Erkenntnisse nur im Verstand bleiben, hat sich noch nichts geändert. Deshalb kommt mir bei „Lass das doch einfach los“ immer ein bisschen die Kotze hoch. Dann siehst du noch jemanden der sich ein bisschen lächelnd schüttelt und einmal tief ausatmet. Wenn überhaupt lässt es dich los und du merkst es noch nicht einmal, denn es gibt einfach keinen emotionalen Trigger mehr zu einer alltäglichen Situation. Du reagierst ja, aber ohne das fette emotionale Drama.

Ich geh noch einen Schritt weiter. Eigentlich braucht es noch nicht einmal die Story dazu. Und auch Glaubenssätze müssen nicht hochgeholt werden. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft immer alles zu fühlen was da ist und eine grundsätzliche Skepsis in abwertende Gedanken in jede Richtung.

Das Ego schrottest du so richtig damit. Ich kann es so noch nicht. Zum Beruhigen ziehe ich auch immer wieder meinen Verstand heran und erkläre mir das “ Warum.“ Stand jetzt. Mal gucken, was noch so geht.

So ihr lieben Mäuse, noch einmal schlafen und dann wird hemmungslos geknutscht! Giraffe und Wurst werden herhalten müssen. Sollen sich nicht so anstellen, ich bin schließlich die, die immer irgendwie zwei Kackebeutel mit sich rumträgt😂

In diesem Sinne lasst es krachen!

Dickes Drückerchen und bis bald!

Eure Grit

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