Liebste Menschen, erst einmal ein ganz großes ENTSCHULDIGUNG für letzten Freitag! Am Donnerstag fiel am Mittag bis späten Abend das Netz aus hier in Laubegast und später schreiben passte nicht für mich.

Vielleicht kurz an den vorherigen Text anknüpfend; bin aktuell fertig mit meinem Hass-Gefühl und wieder ein bisschen emotional schlauer für mich.

Wie die meisten von Euch wissen, habe ich eine Praxis, in der ich, unter anderem, Massagen anbiete. Und fast alle lieben Besucher fallen völlig erschöpft auf die Liege und sagen, dass die Luft so richtig raus ist für dieses Jahr. Stecker gezogen. Und das viele auf Regeneration hoffen in den restlichen Tagen des Jahres. Und das sich diese Erschöpfung anders anfühlt, als in den Jahren davor.

Für vielen Menschen war dieses Jahr mit enormen Herausforderungen durchzogen. Die „Pausen“ zwischen diesen Herausforderungen waren wohl auch gefühlt kürzer.

Ich kann das auch bestätigen und vermute, dass im Außen diese „Geschwindigkeit“ nicht weniger werden wird. Für mich persönlich habe ich das akzeptiert, denn je mehr ich darüber lamentiere, dass es so ist, desto härter fühlt es sich an.

Ich nehme wahr, dass es immer mehr Menschen genauso geht und jeder für sich so eine Art Werkzeugkasten bastelt, in dem wichtige, ganz individuelle Werkzeuge liegen, um mit der Geschwindigkeit klar zukommen. Eines meiner Werkzeuge ist der Fokus. Immer wieder innezuhalten und zu gucken, wohin ich gerade alle meine Energie gebe oder an wen, ist für mich enorm hilfreich. Will ich das wirklich? Hilft mir das beim Erreichen meiner persönlichen Ziele? Hat es irgendeinen Wert für mich?

Wenn ich feststelle, dass ich alle meine Fragen mit „nein“ beantworte, gucke ich, ob ich ohne Anstrengung meinen Fokus korrigieren kann. Wenn das nicht geht, muss ich halt fragen, warum ich das Drama, das Leid, das Gefühl, das Urteil oder was auch immer „brauche“.

Ich mach’s noch deutlicher an einem Beispiel.

Sorry Hase ( Hase ist mein Mann ( ich liebe Kosenamen)) du musst jetzt hier mal herhalten.

Also, eine Zeit lang hatte ich ein Problem. Ich fragte meinen Mann irgendetwas ganz konkretes und erwartete eine ganz konkrete Antwort. Was ich bekam, war nicht die konkrete Antwort. Dafür gabs aber einen Vortrag über ALLES was vielleicht ein Pfitzelchen mit dem Thema zu tun haben könnte.

Das hat mich wahnsinnig gemacht und ich war quasi schon geladen, bevor ich eine Frage gestellt habe. Das ging über Monate und endete immer, sagen wir , unfreundlich. Unser beider Stresslevel war konsequent hoch (Geschwindigkeit).

Jetzt kommt der Fokus ins Spiel.

Wollte ich das wirklich? Nein.

Half es mir meine Ziele zu erreichen? ( ich möchte verheiratet bleiben😉) Nein.

Hat es irgendeinen anderen Wert für mich? Erstmal Nein.

Kann ich einfach aufhören, geladen darauf zu reagieren, also den Fokus einfach korrigieren? Ging nicht.

Also musste ich weiter fragen, warum ich das „behalten will“.

Raus kam ein Glaubenssatz von wegen: Ich bin zu dumm. Mich als Frau, kann Man(n) mit „Sowas“ abspeisen.

Ha! Da war ich aber wütend! Ich denke, dass dieser Satz in Millionen von Frauenherzen rumgeistert und für Stimmung zwischen den Geschlechtern sorgt.

Nachdem ich mir meine Fragen beantwortet hatte, konnte ich ohne Wut mit meinem Mann reden und er erklärte mir darauf hin, sehr ehrlich seine Sicht (auch mit einem Glaubenssatz dahinter).

Wenn er nicht 100 Prozent die eigentliche Frage beantworten kann, ist er quasi verpflichtet alles an zusätzlichen Informationen abzurufen, was er dazu glaubt, zu wissen. Er will wirklich helfen, das Problem lösen und trägt alles dazu bei. Sein Glaubenssatz dahinter: „ Männer dürften nicht sagen, ich weiss es nicht. Sie müssen immer das Problem lösen.“ Ich vermute auch diesen Satz können Millionen von Männern unterschreiben.

Mit dem Wissen über unsere beiden Glaubenssätze konnten wir entspannter mit solchen Fragesituationen umgehen. Wir haben uns darauf verständigt, dass es eine lange oder eine kurze Version auf die Fragen von mir geben kann.

Kurze Version: Ja. Nein. Keine Ahnung. Nö. Nu.

Lange Version: alles was dazu gehören könnte. Und manchmal brauche ich auch die lange Version für meine eigenen Gedanken und das Gefühl, dass es auch richtig süß ist, wie „unsere“ Männer ticken. Oder Mädels?!

Ich wünsche euch viel Freude dabei, mal in euren eigenen Werkzeugkasten zu schauen, oder euch einen zu bauen. Die Zeit ist perfekt dafür.

Fühlt euch dolle gedrückt und mit allen herzlichen Wünschen für Weihnachten bedacht.

Eure Grit

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noch ein Werkzeug: Hobbies🤩

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