Liebste Menschen, ich grüße euch und will gleich eine Warnung absetzen. Wer richtig gute Laune hat und diese behalten will, liest den Artikel heute lieber nicht. Vielleicht hebt ihr ihn euch auf für Kacktage.

Ich habe seit einer Woche einen heftigen Prozess in mir laufen. Was heisst das? So grundsätzlich haben wir Menschen einen Haufen Gefühle abgespeichert, mit denen wir uns beschäftigen wollen oder auch nicht. Vor 13 Jahren habe ich beschlossen, meine Gefühle zu erhören. Also mich nicht zu betäuben, ab zu lenken oder gar ab zu streiten, wenn da in mir was ist, was Raum braucht und Sicht. Das ist alles andere als leicht oder angenehm, hat sich aber bisher immer für mich gelohnt.

Was jetzt um die Ecke kam ist allerdings eine Hausnummer, die schwer für mich wiegt. Ich schreibe ja nun seit Wochen über die Liebe oder das Schwärmen und Verliebtsein. Diese Themen arbeiten ordentlich in mir nach und spuckten jetzt ein ganz anderes Gefühl aus.

Ich hasse.

Das hat mich echt umgehauen. Wut ja, Zorn gerade so auch noch. Aber Hass?! Hass ist ausschließlich auf Zerstörung aus. „Hass will keine Veränderung sondern Vernichtung einer Person oder Institution oder Beziehung oder was auch immer. Er entsteht meist aus einer traumatischen Gewalt-oder Verlusterfahrung. Er soll helfen die Ohnmachtsgefühle, die dort entstanden sind, zu zerstören.“*

Auf den zweiten Blick macht das natürlich Sinn. Erstens wer lieben kann, kann auch hassen. Ist alles eine Linie nur entgegengesetzte Pole halt. Zweitens hab ich durch das Ignorieren meines Vaters natürlich ordentlich einen mitgekriegt und auch wenn die „Liebchen-Geschichten“ lustig und unterhaltsam sind, gab´s immer eine Wunde mehr im Herzen, mal größer, mal kleiner.

Und dafür muss ich heute und morgen und übermorgen, egal wie lange es dauert, mal Schuld verteilen. Ich hab das nie gemacht. Ich war immer selber dafür verantwortlich, weil, jaja nicht männerliebenswert. Schluss damit. Es gibt einen „Schuldigen“. Alles was sich da angestaut hat in Form von Wut und Zorn und Rache bündelt sich aktuell in einem Hass.

Der ist heftig. Er findet in meiner Brust statt und in meinem Magen. Energetisch renne ich mit zwei geladenen Kalaschnikows auf den Schultern herum. Ich bin ehrlich. Es ist auch schön. Die Leute spüren mich, lassen mich in Ruhe und machen Platz. Er darf jetzt da sein. Ich halte das aus.

Wichtig dabei ist, ganz dolle auf dem Schirm zu haben, WEM dieser Hass gilt. Nicht dem Mann, den Kindern oder Freunden.

Wichtig dabei ist, den Partner darüber aufzuklären, was gerade abgeht.

Wichtig dabei ist, dass man weiß, dass man nicht auf dem Hass hängenbleiben darf. Er zerstört einen am Ende selber.

Wichtig dabei ist, darüber zu reden oder zu schreiben.

Wichtig dabei ist, zu atmen. Tief und bewusst.

Ich bin sehr gespannt was ich noch alles über „meinen“ Hass lernen darf. Und ich bin dankbar für meinen Mann, der mich mittlerweile in solchen Situationen halten und aushalten kann.

Wer in das Gefühle-Thema tiefer einsteigen möchte, dem empfehle ich ein wunderbares Buch, welches ich oben zitiert habe. Ich mach gleich noch ein Foto dazu.

Liebste Menschen, das war heute anders. Das gehört auch zu mir und somit auch zu den Herzgeschichten. Ich weiss, dass die meisten dazu auch eine Geschichte hätten.

Fühlt euch dolle gedrückt und verstanden.

Also jetzt Schüssi und bis nächste Woche!

Eure Grit

PS Und ja Matze, wenn es geht, schreibe ich nächste Woche unsere Kifferstory😂 ( es wurde von männlicher Seite um eine Geschichte gebeten, die die Herren auch mal gut aussehen lässt)

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die Autoren sind der Hammer! Gibt noch wunderbare andere Bücher von den Beiden🤩
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