Liebste Menschen,

ich mag Schnee. Ich mag frieren aber so überhaupt nicht. Deshalb läuft hier bei mir permanent alles an Heizmöglichkeiten auf Hochtouren. Wahrscheinlich werde ich wegen der Nachzahlungen nächstes Jahr meinen lieben Mann auf den Strich schicken müssen.

Meine Tochter hat mit Ihrer Freundin seit geraumer Zeit ein tollen Podcast zum Thema Freundschaft, Beziehungen und mentale Gesundheit. Für Interessierte schreibe ich am Schluss, wo ihr reinhören oder jetzt auch gucken könnt.

Jedenfalls ging es diese Woche bei uns zu Hause häufiger um das Thema Freundschaft. Wir haben festgestellt, dass es da noch einige blinde Flecken in der Betrachtung gibt.

Für mich persönlich bin ich da seit längerer Zeit ziemlich klar. Dank eines wunderbaren Büchleins habe ich eine für mich gute Struktur gefunden.

Ich teile meine „Umgebung“ quasi in 3 Räume ein.

Meinen intimen Raum; meinen persönlichen Raum und den öffentlichen Raum. Jeder Raum steht für bestimmte Werte und Qualitäten.

Also der intime Raum ist der Körper. Ich entscheide wer, wie, was etc diesen Raum „betreten“ darf. Es ist sehr wichtig, sich diesen Raum bewusst zu machen und für was er steht, da bei den meisten Menschen diese Intimsphäre verletzt wurde. Durch das klare WER WIE WAS ist man besser in der Lage seinen Raum zu verteidigen.

Der zweite Raum ,um den ersten drumherum, ist der persönliche Raum. Auch für diesen Raum ist es gut Werte, Qualitäten festzulegen und vor allem,wer in diesen Raum darf. In meinem persönlichen Raum stehen Ehrlichkeit, Interesse und Hilfsbereitschaft ganz oben und die Menschen in diesem Raum erfahren kein Misstrauen. Klar, dass bei genauer Betrachtung eine Handvoll Menschen oder noch max 2 mehr es in solche Räume „schaffen“. Ich empfinde das als sehr entspannend, da es einem viele sinnlose Gedanken erspart. Das heisst nicht, dass es außerhalb dieses Raumes nur Misstrauen und Lüge gibt, nein, aber ich setze es im öffentlichen Raum nicht voraus.

Genau der 3. Raum ist der öffentliche Raum. Dort habe ich keinen absoluten Einfluss auf WER WIE WAS. Dort darf ich mit allem rechnen. Im Idealfall habe ich diesen Raum aber schon ein bisschen mit meinen Qualitäten getränkt, sodass auch in diesem Raum in unmittelbare Nähe, also an der Grenze zum persönlichen Raum, keine Extremherausforderungen rumlungern.

Meine persönliche Einschätzung bisher ist, dass es zu Unklarheiten und Leiden kommen kann, wenn diese Räume nicht klar sind. Dann hat man immer ganz viele „Freunde“ und wird zwangsläufig enttäuscht, weil es bei genauem Hingucken, doch eher Bekannte waren. Oder man denkt im Mangel zu sein, weil man „nur“ zwei Leute in seinem Leben hat und gar nicht sieht, von was für einer wertvollen Qualität diese Bindungen sind.

Es ist nicht immer angenehm, klar zu seinen Räumen zu stehen. Konflikte, Angriffe oder Unverständnis sind möglich. Ich schenke z.B. meine Lebenszeit kaum noch Leuten, die ganz andere Vorstellungen von Freundschaft oder sogar von Begegnung haben als ich. Ich denke letztendlich haben dann alle was davon, weil man genau weiss, woran man ist.

Für meine Person ist das ein tolles Instrument um klarer und damit weniger gestresst durch die Gegend zu rennen.

So ihr Lieben, nun wünsche ich Euch viel Spass beim Rodeln, Winterspazieren, Putzen, Einkaufen, Wegfahren, mal wieder in der Wanne sitzen oder Filme gucken.

Dolles Drückerchen

Eure Grit

\"\"
diese süße Schnauze hat meinen
persönlichen Raum gestürmt😍

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert