Liebste Menschen,

ein herzliches Hallöchen in die Runde. Ich platze fast vor Stolz, habe ich doch tatsächlich meine erste Mütze gehäkelt und sie tatsächlich draußen schon präsentiert. Es hat keiner gelacht.

Aktuell denke ich häufig über Schmerzgrenzen nach und darüber was es braucht, sich und oder Dinge zu verändern. Es sind nur meine Gedanken, gehörte und erfahrene Worte, keine wissenschaftliche Abhandlung.

Wenn ich mich so umgucke oder Fälle aus meiner Praxis betrachte, sind wir Menschen sehr leidensfähig. Was meine ich damit? Wir können uns Jahre in sehr belastenden Umständen aufhalten, sei es im Job oder Partnerschaften oder anderen Verbindungen, ohne wirkliche, ehrliche Veränderungen herbei zu führen.

Wer kennt es nicht selber oder von anderen Menschen, dieses in Dauerschleife Beklagen von bestimmten Zuständen.

Darf man regelmäßig an solchen Jammermonologen teilnehmen, wie gesagt, gerne über Jahre, stellt man irgendwann auf Durchzug oder die Kommunikation ein. Alle Tipps und Ratschläge werden sowieso nicht erhört oder drüber nachgedacht oder umgesetzt.

Was heisst eigentlich Leiden? Wann entsteht es? Nach diversen Autoren und Therapeuten entsteht Leiden unter anderem in dem Raum, zwischen Realität und der Vorstellung, wie es sein sollte ( geprägt zb. durch die Eltern, Gesellschaft, Religion etc). Je größer die Kluft zwischen den beiden Polen, desto größer das Leiden. Einfaches Beispiel: ich kann nicht singen, bewerbe mich aber bei „ Voice of Germany“, werde nicht genommen und leide unter dieser Ablehnung.

Was mache ich nun mit diesem Leiden? Reicht schon diese eine Ablehnung oder brauche ich noch mehr davon um mein Leiden so zu steigern, dass ich eine Schmerzgrenze erreiche? Kann ich nach Erreichen dieser Schmerzgrenze dann die Realität sehen, akzeptieren und für mich gute neue Entscheidungen treffen? Oder gibt es gar keine persönliche Grenze?

Mal ein drastischeres Beispiel. Eine Frau wird mental und körperlich von ihrem Mann attackiert. Es ist von aussen betrachtet eine schwer zu ertragende Vorstellung und man möchte sofort eingreifen und dem Mann einen Schlägertrupp auf den Hals hetzen. Offensichtlich leidet die Frau sehr unter diesen Umständen, allerdings schon sehr lange.

Auf meine Frage, was nötig ist, dass sie diesen Mann verlässt, was also ihre Schmerzgrenze ist, war die Antwort, dass sie sofort gehen würde, wenn er sich an den Kindern vergreift.

Jetzt mag man als Außenstehender den Kopf schütteln, sie retten wollen oder was auch immer. Aber, es wird alles nichts bringen, da es absolute Klarheit darüber gibt, ab wann sich was ändern wird.

Das ist hier die Realität. Ich kann das akzeptieren, wenn nicht, würde ich auch leiden. Das hilft dann erstrecht niemandem.

Ich denke, die Ehrlichkeit zu sich selbst, ist hier die größte Stellschraube. Wie sieht die Realität aus? Was sind meine gedachten Erwartungen? Sind das wirklich meine Erwartungen und wenn ja, warum will ich das oder will das nicht? Was bin ich bereit für meine Erwartungen zu tun?

Könnt ihr mir folgen?

Wie oft und wieviel Leiden erfahre ich von Frauen und mir selber natürlich, wenn es um den Partner geht. Das fehlt, und jenes gibt es nicht und überhaupt haben es alle anderen besser. Wenn man dann mal tiefer geht und fragt, warum sie den Mann nicht schon längst verlassen haben, gibt es ganz klare Ansagen. Finanziell würde man einbüßen, der Freundeskreis würde aufgeteilt, dass mit dem Kind wird Mist und das Haus müßte man verkaufen. Ich finde, das sind alles wichtige und gute Gründe für einen selber, den Mann nicht zu verlassen. Einem sind diese Dinge letztlich wichtiger und man sollte den Arsch in der Hose haben, dazu zu stehen. Egal was die Gesellschaft oder Freunde dazu meinen.

Ich denke, durch unsere verschiedenen Prägungen sind auch unsere Schmerzgrenzen sehr unterschiedlich. Was mich schon abhauen lässt, ringt einem anderen noch nicht mal eine hochgezogene Augenbraue ab. Wichtig ist nur, sich darüber im Klaren zu sein und den anderen dort stehen zu lassen. Es sei denn, er bittet dich aktiv um Hilfe.

Eure Gedanken dazu nehme ich sehr gerne.

Nun ein schönes Wochenende ihr Lieben, Freude bei allen Dingen die ihr tut. Ich muss mal wieder sauber machen. Meine Fische 🐠 sind auch schon am meckern, dass sie nicht mehr nach draußen gucken können…

Fettes Drückerchen

Eure Grit

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zum Thema🤓

Achso! Ich hatte einen Fail der Woche. Wollte ich doch noch erzählen. Damit man meine grauen Haare nicht so sieht, dachte ich, ich mach blonde Strähnen rein. Selber, also ohne Frisör, mit meiner lieben Mutsch. Wir können keine Strähnen.

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ich bin definitiv keine Blondine😂

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