Liebste Menschen,

ein herzliches Hallöchen in die Runde!

Mit so Kackwetter komm ich ja grundsätzlich gut klar. Ich konnte mich immer ordentlich zu Hause vergraben und brauchte keine Ausreden erfinden, warum ich nicht raus wollte. Regnet ja.

Jetzt sitzt da aber ein Hund jeden Morgen am Fenster und guckt erwartungsvoll nach draußen. Zumindest interpretiere ich diesen Blick so. Und dieser Hund hat auch kein Problem mit dem Kackwetter. Er findet es draußen klasse, egal ob der Regen sachte herabfällt oder aus Eimern gekippt wird. Ich hab deshalb fast nur noch robuste „Draussenklamotten“ und komm locker auf 14000 Schritte am Tag. Hat eben vieles Vor-und Nachteile.

Seit einigen Tagen sitze ich wieder ein paar Stunden täglich an meinem Fernstudium. Heilpraktiker für Psychotherapie soll es mal werden, wenn ich die Prüfung beim sächsischen Gesundheitsamt machen sollte, was ich aber gerade so gar nicht sehe.

Ich hatte mich ja vor unserem Reisebeginn für dieses Fernstudium entschieden, da mich diverse Themen schon ewig begleiten, ich sehr viel Selbsterfahrung dazu habe und in meiner Praxis auch schon beraten konnte. Also mach ich mal locker flockig noch den passenden „Schein“ dazu. Dachte ich. So nebenbei auf der Reise.

Nach ein paar Wochen unterwegs sein, nahm ich mir dann auch die Unterlagen vor und kriegte das große Zweifeln. Ich kam weder mit dem Aufbau der Studienunterlagen, noch mit dem Inhalt klar. Ich verstand nicht einen Satz, da diese nur so vor Fachsprache trieften. Meine Güte, fühlte ich mich dämlich! Habt ihr mal einen Satz in angeblich deutscher Sprache gelesen und bis auf die Füllwörter nichts verstanden?! Es war eine Qual und mein anfängliches Feuer brannte ziemlich schnell runter. Ich legte die Unterlagen beiseite, hatte ich ja auch gar keine Zeit mehr dafür, da Theo in unser Leben getreten war.

Es gab also viel Ablenkung und gute Gründe für „Ich kann das jetzt nicht machen. Ich habe noch ein reichliches Jahr Zeit.“

Im letzten Jahr habe ich immer wieder Heft Nr. 3 (von 14 insgesamt) in die Hand genommen und kurze Zeit später wieder beiseite gelegt. Ich suchte krampfhaft nach einer neuen Motivation, fand aber noch nicht mal eine in den 3000,00 € Studiengebühren, die wir schon bezahlt hatten.

Irgendwas stimmte hier nicht. Ich verschlinge sonst Sach-und Fachliteratur. Bin hartnäckig in der Recherche und die Themen passten doch so grundsätzlich auch!?

Als Stefan meinte, lass uns doch versuchen, dass Studium zu kündigen und anteilig Geld zurück zu holen, sträubte sich in mir alles. Warum? Ich mochte es schließlich nicht und ich verstand es nicht. Also hätte ich es doch auch weggeben können!?

Vor ein paar Wochen begann ich mir langsam Gedanken über ein neues Herzensprojekt zu machen. Ich möchte zusätzlich gerne Aufstellungsarbeit leisten. Mich begeistert schon ewig die Möglichkeit komplexe Blockaden in Beziehungen zu „zeigen“. Dazu hab ich haufenweise Literatur durchgeackert und im kleinen Rahmen erprobt.

Jedenfalls guck ich so nach den Voraussetzungen für das öffentliche Anbieten von Aufstellungsarbeit und lese, dass das nur möglich mit bestimmten Abschlüssen ist. Mein Studiengang gehörte auch dazu.

Und schon hatte ich zumindest wieder eine Motivation. Zwischenzeitlich habe ich dolle gegraben nach den Beweggründen für meine enorme Ablehnung des Studiums.

Aktuell ist folgender Glaubenssatz rausgekommen, den ich schon in Teilen von meiner Ursprungsfamilie übernommen habe: „Akademiker, besonders Ärzte sind arrogante Fatzkes, die nicht zuhören und Menschen wie mich, wie Dreck behandeln!“

Ha! Das hat gesessen! Als ich mir daraufhin meine Erfahrungen mit Ärzten und „Akademikern“ angeguckt habe, stellte ich fest, dass sie fast alle meinen Glaubenssatz bestätigt haben, logischerweise.

Ich habe nur beim dran Denken ordentlich Puls. Es waren sehr beschämende und demütigende Erlebnisse. Die gleichen Gefühle habe ich, wenn ich vor dem Studienheft sitze. Ich sehe förmlich den Herausgeber vor mir, wie er extra noch ein Fremdwort hervorkramt, damit er mich so richtig klein halten kann. Ist das irre?!

Das tolle an Glaubenssätzen ist, dass wenn sie hier im Bewusstsein gelandet sind, sie ihre Strahlkraft verlieren können. Ich habe ihn beim Studieren auf dem Schirm, beobachte, fühle, schimpfe und komme etwas schneller voran.

Am Wochenende muss ich zu einem Thema eine größere Prüfung schreiben und bin echt gespannt, welche Erfahrung auf mich wartet.

Ich nehme gerne eure gedrückten Daumen!

Achso; ich bin nicht mit den blonden Haaren draussen rum gelaufen. Gab sofort dunkel drüber😂

So ihr Süßen, nun wünsche ich Euch ein tolles Wochenende. Wird warm und regnerisch. Macht was draus.

Drückerchen Eure Grit

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Projekt „Socke“ verkackt😂
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gugge; besser😁

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